Hania Rani

„Ich glaube, ich bin als Musiker wie als Privatperson der gleiche Mensch. Musik ist meine Art zu kommunizieren und ich sehe die Kunst, die Musik als ein großes Ganzes, ohne Grenzen, Unterteilungen, oder sogar Genres.“

Die Pianistin, Komponistin und MusikerinHania Raniverbringt ihr Leben teils in Warschau, wo sie zuhause ist, teils in Berlin, wo sie studiert und oft arbeitet. Sie hat Stücke für Streicher, Klavier, Vocals und Electrocics geschrieben und arrangiert und beispielsweise mit Christian Löffler, Dobrawa Czocher und Hior Chronik zusammengearbeitet.  Mit ihrer polnischen Band tęskno veröffentlichte sie im letzten Jahr ein Album. Sie ist in einigen der schönsten Venues Europas aufgetreten – angefangen bei der Nationalphilharmonie in Warschau, über das Funkhaus in Berlin, und The Roundhouse in London bis hin zu Festivals wie Open’er, Off Festival und Eurosonic. Ihre Klavierkompositionen wurden aus der Faszination für das Klavier als Instrument geboren und aus ihrem Verlangen danach seinen Sound und seine harmonischen Möglichkeiten in ihrer Gesamtheit auf ihre ganz eigene Weise zu interpretieren.
 
Esjaist ihr Solodebutalbum und für Rani ist es ihr erstes, echtes, persönliches Statement als Künstlerin „Kein Verstecken hinter Collaborationen und Projekten mehr. Das erste mal, endlich – nur ich, wie ich bin.“
 
Aufgenommen in Ranis Apartement in Warschau (wo das Klavierzimmer einen wunderschönen Hall hat und der Raum zum Teil zu Studio und Soundlabor für Rani geworden ist) und im Studio ihres Freundes Bergur Þórisson’sin Reykjavik, findet sich auf Esjaeine Serie melodischer Charakterskizzen. Sinnlich, feinfühlig, rhythmisch, atmosphärisch, frei aber harmonisch, betörend und hypnotisch - zusammengenommen vermitteln sie eine Ahnung von unendlichem Raum und Zeit.
 
Ursprünglich hatte Rani überhaupt nicht geplant ein Soloalbum zu veröffentlichen. „Ich möchte eigentlich in erster Linie als Komponistin gesehen werden – wo ich nicht auf nur ein Instrument oder meine Stimme beschränkt bin. Das Soloalbum ist entstanden als ich in Reykjavik war, wo ich ein paar neue Stücke geschrieben hatte, während ich noch im Studio war, daher sind sie schon als improvisierte Kompositionen entstanden. Daher entschied ich ein schlichtes Soloklavieralbum zu veröffentlichen, das viel über meine musikalischen Wurzeln verrät, die definitive in diesem Instrument liegen. Aber das ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf all die Musik, die ich in Zukunft noch teilen möchte.“
 
Rani wuchs in Gdansk bei ihren Eltern und umgeben von Musik und Filmen auf. Ursprünglich wollte sie Klassische Musik studieren, an der Uni kam sie dann mit Jazz und Elektronischer Musik in Berührung, erweiterte ihre Interessen und wie sie sagt „mixte Chopin & Schostakovitch mit Dave Brubeck und Moderat.“ Außerdem beeinflussten sie Komponisten wie Max Richter, Esbjorn Svensson, Miles Davis, Nils Frahm, Murcof, Portico Quartet, Radiohead und sogar The Beatles. „Das, was alle Künstler, die mich inspirieren, verbindet, ist ihre spezielle Herangehensweise an die Musik und ihren Sound. Für mich haben sie alle ein großes Herz und einen riesigen Verstand.“
 
Aber Hania Rani zieht ihre Inspiration nicht nur aus der Musik, auch Orte, an denen sie gelebt und die sie besucht hat, haben sie beeinflusst. „Es geht um das Gefühl, die allgemeine Atmosphäre, manchmal auch um Erinnerungen. Nach Berlin zu ziehen (wo jeder die Freiheit hat, er selbst zu sein), Island zu erkunden und die wilden Berge in Bieszczady im Südosten Polens, all das hat mich als Mensch verändert und ich schätze, es hatte auch Einfluss auf mich als Künslter.“  Auch die Bildende Kunst inspiriert sie. Ihr Vater ist Architekt und die Kunst war immer immens wichtig für Rani. „Ich glaube, das was meine Musik inspiriert, ist nicht die Musik, sondern all die anderen Dinge. Ich bekomme Inspiration für die Form meiner eigenen Stücke aus Architektur und Design. Dann übersetze ich diese „Fremdsprache” in meine Musik und das Ergebnis ist viel interessanter für mich, als das alles nur über Musik zu bekommen.“
 
Tatsächlich gibt es für Hania Rani oft zuerst ein Bild oder eine Farbe, sie nennt es ein Soundbild. „Ich kann Farben wirklich fühlen, die Stimmung – wie auf einem Foto. Wenn das Bild stark genug ist, kommen de Sounds dazu sehr schnell, die versuchen, das Bild in meinem Kopf fest zu setzen. Die Musik füllt den Raum und erschafft neue Welten und Plätze.“ So eine Inspiration war auch der Collagenkünstler Anthony Zinonos, dessen Werk das Cover von Esjaziert und dessen Arbeit Hania zum ersten Mal begegnete als sie an dem Album arbeitete. „Ich mag die Mischung aus Farben und minimalistischem Stil sehr, die mich als Person und als Künstler perfekt beschreibt. Ich liebe seinen Humor und die seltene Fähigkeit schlichte Formen mit energetischen Farben und Stimmungen zu kombinieren.“
 
Wunderschön aufgebaut, eröffnet Esjamit dem großartigen Eden,das mit einem Chorus voll Wäre und Anmut aufwartet. Sun beschreibt, wie sich die Wärme der Sonne anfühlt, aber auch das Gefühl im Verhältnis zum Universum klein zu sein. Hawaii Osloist nach dem gleichnamigen Film benannt. Es spielt mit dem Kontrast der Orte und Stimmungen und scheint sich bei jedem Hören zu verändern. Biesywurde nach den Bieszczadyer Bergen benannt und schwelgt in Erinnerung an eine gemeinsame Zeit dort auf den gewundenen Straßen mit Freunden. Das wehmütige, charmante Luka, ist ein Liebeslied an jemanden, der Ranis Musik tiefgreifend beeinflusst hat. Das schimmernde Glasshat seinen Namen von der Fragilität, aber auch von den vielen Farben, die sich bei Licht in Glas fangen.Today it Cameist das einzige Stück des Albums, das auf einen Flügel aufgenommen wurde (der Olafur Arnalds gehört und in seinem Studio in Reykjavik steht). Inspiriert von diesem Instrument, schrieb Rani eine einfache, schöne Melodie und als sie gefragt wurde, wovon der Song handle, sagte sie “it came today" und das wurde dann der Titel dieses unvergesslichen Stücks. Das letzte Stück, Esja,hat seinen Namen von dem Berg im Südwesten Islands (den man von fast überall in Reykjavik sehen kann). Weil dieser wegen der ständigen Wetterschwankungen immer unterschiedlich aussieht, war es der perfekte Titel für eins ihrer Lieblingsstücke, das auch jedes Mal, wenn sie damit auftritt, anders klingt. Und so wurde er auch der perfekte Titel für ihr Debutalbum. Ein starkes, bezauberndes Statement, das bei jedem Hören neue Einblicke und Freude offenbart und Hania Rani als erstzunehmende Solokünstlerin präsentiert.

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